Bern, die Bundesstadt mit mittelalterlichem Charme, ist überraschend grün — und angenehm für das Leben mit Hund: die Aareschlaufe mit ihren Ufern, die Wälder von Dählhölzli und Bremgarten, der Elfenaupark. Auslauf gibt es reichlich, oft nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt. Ob Sie gerade einen Welpen aufgenommen haben, in den Kanton Bern gezogen sind oder sich einfach einen Überblick verschaffen wollen: Hier ist alles, was Berner Hundehalterinnen und Hundehalter 2026 wissen müssen.

1. Die Anmeldung: AMICUS und Gemeinde

In der Schweiz muss jeder Hund mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in der nationalen Datenbank AMICUS registriert sein. Wer einen Hund übernimmt oder in den Kanton Bern zieht, erledigt danach mehrere Schritte in kurzer Folge.

Die wichtigste Regel: Jeder Hund muss bei der Wohngemeinde gemeldet werden — in der Stadt Bern bei der zuständigen städtischen Stelle. Dasselbe gilt bei einem Umzug, beim Tod des Tieres, bei einem Halterwechsel oder wenn ein neuer Hund dazukommt. Mit dieser Meldung wird auch die jährliche Hundetaxe ausgelöst.

Checkliste für den Start

1. Prüfen, ob der Hund gechippt ist. 2. Sicherstellen, dass er in AMICUS auf Ihren Namen eingetragen ist. 3. Den Hund bei Ihrer Gemeinde anmelden. 4. Die Jahrestaxe bezahlen. 5. Prüfen, ob die Impfungen aktuell sind (inklusive Tollwut, falls Sie reisen).

2. Die Hundetaxe

Im Kanton Bern ist die Hundetaxe wie überall in der Schweiz Sache der Gemeinden. Im Kanton bewegt sie sich zwischen ungefähr 100 und 200 Franken pro Jahr und Hund und kann von der Gemeinde — teils sogar von der Grösse des Tieres — abhängen. In der Stadt Bern beträgt die Taxe 150 Franken pro Jahr und Hund; manche Landgemeinden verlangen weniger.

Die Taxe ist jedes Jahr fällig, solange der Hund in der Gemeinde gemeldet ist: Nach der Anmeldung erhalten Sie jährlich eine Rechnung. Melden Sie deshalb auch jeden Wegzug oder Todesfall — ein abgemeldeter Hund wird nicht mehr besteuert. Für besondere Fälle (etwa Assistenzhunde) sind Ermässigungen möglich; erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde.

3. Die kantonalen Regeln

Der Kanton Bern hat ein eigenes Hundegesetz, das Haltung und Verantwortung der Halterinnen und Halter regelt. Wichtig zu wissen: Der Kanton kennt keine allgemeine Leinenpflicht. Der Hund muss aber an bestimmten Orten an die Leine, die Gemeinden können zusätzliche Leinenzonen bezeichnen, und das Amt für Veterinärwesen kann eine Leinenpflicht anordnen.

In jedem Fall bleiben Sie dafür verantwortlich, Ihren Hund unter Kontrolle zu halten. Aktuelle Details — Leinenzonen, allfällige Ausbildungspflichten, Regeln für bestimmte Rassen — finden Sie bei der Stadt Bern und beim Amt für Veterinärwesen des Kantons Bern.

Gut zu prüfen

Lokale Regeln ändern sich und unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Bevor Sie Ihren Hund irgendwo frei laufen lassen, prüfen Sie die Beschilderung vor Ort und die Informationen Ihrer Gemeinde. Im Zweifel: Leine dran.

4. Gassi gehen in Bern: Aare, Wälder und Gurten

Bern wird von der Aare durchflossen, deren Schlaufe wunderschöne Spazierrouten zeichnet. Stadt und Umgebung bieten eine schöne Mischung aus Wäldern, Parks und Flussufern.

Beliebte Auslaufgebiete

Um Freilaufgebiete (Hundeauslaufgebiete) und Leinenzonen genau zu finden, helfen Community-Karten und spezialisierte Apps für die Region Bern. Massgebend ist immer die Beschilderung vor Ort.

Diese Regeln gelten

5. Tierärzte und Notfälle in Bern

Bern ist tiermedizinisch dicht versorgt — mit einem grossen Trumpf: dem universitären Tierspital mitten im Länggassquartier.

🚨 Notfall rund um die Uhr

Notfallnummer der Kleintierklinik am Tierspital Bern: 0900 900 960 (CHF 1.50/Min.). Der Notfalldienst ist für Fälle gedacht, in denen die eigene Tierarztpraxis nicht erreichbar ist oder nicht weiterhelfen kann — kontaktieren Sie darum immer zuerst Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt und rufen Sie vor der Anfahrt an.

🏥 Kleintierklinik, Tierspital Bern (Vetsuisse-Fakultät, Universität Bern)

📍 Länggassstrasse 128, 3012 Bern (Länggassquartier)

📞 Notfälle: 0900 900 960 (CHF 1.50/Min.)

Die Kleintierklinik der Vetsuisse-Fakultät vereint spezialisierte Kliniken und einen Notfalldienst für Kleintiere rund um die Uhr. Sie ist die regionale Referenz für komplexe Fälle und schwere Notfälle. Ausserhalb der Öffnungszeiten (werktags ab 8 Uhr morgens bis 17 Uhr) ist der Empfang nicht besetzt — telefonieren Sie immer, bevor Sie sich auf den Weg machen.

Für die laufende Betreuung und Notfälle in der Nähe zählen Stadt und Agglomeration zahlreiche private Praxen und Kliniken — etwa Betriebe des AniCura-Netzwerks oder Quartierpraxen. Klären Sie Öffnungszeiten und Notfallregelung der Praxis in Ihrer Nähe ab und halten Sie fest, wen Sie ausserhalb der Öffnungszeiten kontaktieren.

Im Voraus vorbereiten

Speichern Sie noch heute die Nummer Ihrer Tierarztpraxis, die des nächsten Notfalldienstes und Tox Info Suisse (145, Vergiftungen, rund um die Uhr). Im Ernstfall zählt jede Minute. In der ZULI-App haben Sie diese Kontakte und das Gesundheitsheft jederzeit griffbereit.

6. Alltag mit Hund in der Stadt

Alles für Ihren Berner Hund in einer App

Digitales Gesundheitsheft, Erinnerungen an Impfungen und Parasitenschutz, Tierarztkontakte und SOS-Notfallfunktion mit Standort: ZULI begleitet Hundehalter in Bern und der ganzen Schweiz.

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Auf einen Blick

Mit etwas Organisation ist Bern eine wunderbare Stadt für einen Hund. Aktuelle offizielle Informationen zu Taxe, Auslaufzonen und Regeln finden Sie bei Stadt und Kanton Bern. Und damit Gesundheitsheft, Erinnerungen und Notfallkontakte immer griffbereit sind, laden Sie die ZULI-App herunter — 14 Tage kostenlos. Bei medizinischen Fragen bleibt Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt die erste Anlaufstelle. Sie leben in Zürich oder Basel? Hier finden Sie unsere Guides für Zürich und Basel.

Hinweis: Alle Angaben (Adressen, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Tarife) entsprechen dem Stand bei Redaktionsschluss und können ändern. Prüfen Sie Erreichbarkeit und Öffnungszeiten, bevor Sie sich auf den Weg machen.